Sonntag, 24 Januar 2021 10:23

Rohkost

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Rohkost gehört wohl zur gesündesten Ernährungsform schlechthin. Aber sie ist nicht nur sehr gesund, sondern auch extrem schnell gemacht und preiswert. Alles was man benötigt ist ein nahezu beliebiges Gemüse, ein paar wenige Gewürze, gutes Öl und vielleicht etwas Essig. Ich habe es bislang leider nicht geschafft, mich rein rohköstlich zu ernähren, da ich zum Beispiel Brot liebe. Auch bin ich ein großer Fan von Nudeln, Reis, Kartoffeln und vor allem Hülsenfrüchten, alles Dinge, die einfach roh nicht richtig funktionieren. Doch der Anteil an Rohkost in meiner Ernährung ist sehr groß.

Durch das einfache Belassen des Lebensmitteln, bzw. nur sehr wenig Verarbeiten, bleibt alles an Vitalstoffen erhalten und der Körper ist in einem erhöhten Maße gefordert, die Polysaccharide (lange Zuckerketten) im Magen und Darm umzuwandeln, was eine viel stärkere Peristaltik (Darmaktivität) erfordert. Dadurch leistet die rohköstliche Ernährung einen immensen Beitrag zum allgemeinen Gesundheitszustand des Körpers, denn die aller meisten dumpfen Unwohlerscheinungen gehen auf eine Störung des Magendarmtraktes zurück. Auch sind solche Störungen sehr oft der Ursprung von Allergien, die dann zumeist durch psychosomatische Indikatoren ausgelöst werden.

Ein weiterer Vorteil bei roher Ernährung ist der Langzeiteffekt. Dadurch, dass die Nahrung langsamer aufgenommen wird, wird der Körper kontinuierlicher mit Nährstoffen versorgt. Dadurch signalisiert er nicht wie bei gekochtem und damit schnell verwertbarem Essen, einen erneuten Bedarf. Die meisten kennen das Phänomen des Fast-Foods. Man isst einen (veganen) Burger und nach kurzer Zeit hat man schon wieder Hunger. Diesen Effekt, also die schnelle Durchleitung von Nahrung durch den Verdauungstrakt, gibt es bei der Rohkost nicht. Man könnte sogar sagen, der Körper kämpft regelrecht mit seiner Nahrung und dies, so paradox sich das anhört, ist eben gut für ihn. Als Nebeneffekt hält die roh-vegane Ernährung den Körper schlank und vital, doch wer glaubt nur mit dieser Form der Ernährung abnehmen zu können ist leider auf dem Holzweg.Dazu braucht es immer noch etwas Sport oder andere körperliche Ertüchtigung. Durch Rohkost wird eben der status quo gehalten, aber nicht nach unten verändert.

Was bei einer rohköstlichen Ernährung auch noch so "abfällt", ist der Umstand, dass die Speisen nicht so leicht überwürzt werden können. Beim Garen von Gemüse oder anderen Lebensmitteln, dringt zum Beispiel Salz tief in das Produkt ein und schwächt damit seine würzende Kraft, doch sollte insbesondere der Salzanteil in der Nahrung eher gering sein. Wir brauchen zwar eine gewisse Menge, doch zu viel schädigt unser Kreislaufsystem. Bei der Rohkost bleiben alle Gewürze an der Oberfläche und entfalten so ihre voll Würzkraft - zuviel Salz schmeckt dann eben auch versalzen, während im Kern nur der natürliche Geschmack des Lebensmittels vorherrscht.

Man kann es auf den ersten Blick erkennen, ob sich ein Mensch vornehmlich rohköstlich ernährt, denn seine/ihre Haut zeigt dies umgehend an. Hautunreinheiten oder rote Flecken finden sich bei Rohköstlern so gut wie gar nicht. Damit spart der Rohköstler nicht nur beim Einkauf seiner Lebensmittel, sondern es bleibt auch der Weg zur Drogerie erspart, wo keine Abdeckstifte und Puderchen erworben werden müssen. Gerade für Frauen ein schlagendes Argument sich über roh-vegane Ernährung Gedanken zu machen.

Und es gibt noch einen Grund, warum man sich mit roh-veganer Kost beschäftigen sollte, auch wenn der nicht ganz so offensichtlich ist. Wenn man sich roh-vegan mit regionalen und saisonalen Produkten ernährt ist der Energieverbrauch mit am geringsten. Wie ich in meinem Artikel über Veganismus und das Klima beschrieben habe, ist es von entscheidender Wichtigkeit für den Planeten, dass wir unser Energieproblem in den Griff bekommen.

 

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Gelesen 1257 mal Letzte Änderung am Montag, 25 Januar 2021 10:17
Torsten Leonhardt

Torsten Leonhardt ist gelernter klassischer Koch mit 25 Jahren Berufserfahrung. Seit 2013 lebt er vegan und ca. acht Jahre davor vegetarisch. Er war lange Jahre in leitenden Positionen in verschiedenen Küchen beschäftigt und war mit dem Stephanskeller in Konstanz und dem Konstanzer Yachtclub selbstständig. Nachdem er seinen Lehrberuf aus Gewissensgründen nicht mehr ausüben konnte arbeitete er mehrere Jahre als demeter Gemüsebauer mit dem Schwerpunkt Direktvermarktung. Ende 2019 zog er mit seiner Frau nach Teneriffa um sich dort den Traum von einem eigenen Bio-Laden zu erfüllen, der allerdings durch die Corona-Krise ein jähes Ende fand.

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