Freitag, 05 Februar 2021 10:34

Ist die Impfung vegan?

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Ist die Impfung vegan? TU Tübingen

Gestern bin in in den sozialen Medien auf ein Video gestoßen, in dem diese Frage, die schon in ihrer Fragestellung die Antwort beinhaltet, erörtert wurde und der Autor kommt nach seinen 8 Minuten Dauerwerbung für Big-Pharma zum Schluss, dass es in der Abwägung vegan vertretbar sei sich impfen zu lassen. Ja die Seuche steht im Raum und es scheint für alle auch kein anderes Thema zu geben, doch mich hat dieses Video in mehrerlei Hinsicht schockiert und so will ich hier kurz meine Ansicht dazu darlegen.

Aus rein technischer Sicht kann die Impfung nicht vegan sein, denn zur Erforschung aller Medikamente, inklusive Hustensaft, Kopfschmerztabletten, Chemotherapie und auch Impfung, werden Tierversuche nicht nur gemacht, sie sind auch gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt, so weit mir bekannt ist, kein einziges medizinisch zugelassenes Medikament das vegan ist. Lediglich Supplemente werden derzeit vegan hergestellt und auch da ist äußerste Vorsicht geboten.

Dies war auch dem Verfasser des Videos natürlich klar und er rang um eine ethisch, moralische Umgehung dieser Ausgangslage. Dabei bemühte er dieses unsägliche Bild vom Waldbrand in dem wir alle stünden und das Gebot der Stunde sei es nun diesen erst zu löschen und dann könne man zu einem veganen Leben zurückkehren. Für mich schändlich, falsch und fatal.

Die ausgerufene Pandemie ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Robert-Koch-Institutes (RKI) so gefährlich wie eine durchschnittliche Grippe. Dies ist keine Verharmlosung oder Verschwörungstheorie, sondern deren explizite Aussage. Die Mortalität liegt weltweit und auch in Deutschland, bei 0,24% der erkrankten Menschen, nicht der Infizierten, wovon wiederum über 90% auf sehr alte und gebrechliche Menschen entfallen. Ich bin ein großer Freund der These, dass jedes Leben zählt doch müssen wir etwas genauer hinschauen um zu erkennen, was eigentlich los ist.

Die Menschen haben in der Geschichte schon sehr viele Seuchen er- und überlebt, indem sie vor allem die hygienischen Bedingungen verbessert und über die Zeit Immunitäten aufgebaut haben. Dies ist der wahre Grund für das stark angestiegene Durchschnittsalter der Menschen. Lediglich die Entdeckung des Penizillins brachte nochmals einen Schub, der ohne nicht erreicht worden wäre. Aber trotz aller Medizin bleibt es dabei, dass Menschen sterben. Das war, ist und bleibt die natürliche Ordnung und an der sollten wir auch nicht rütteln wollen. Es ist der Wunsch den Menschen, den Tod zu besiegen und für viele gleicht es dem Traum vom Fliegen, den die Menschheit Anfang des 20. Jahrhunderts gegen alle Gesetze der Natur auch realisieren konnte, doch gegen den Tod werden wir wohl nie gewinnen. Und man muss auch bedenken, wer diesen Traum vom Sieg über den Tod träumt. Es sind zumeist junge Forscher und nicht die Alten und Gebrechlichen, die den Tod austricksen wollen und denen heute auch fast jedes Mittel recht ist. Von allen alten Menschen die ich persönlich kenne, will kein einziger ewig leben, im Gegenteil, manche sehnen ihn sogar herbei.

Was man im Zusammenhang mit Impfungen erkennen muss ist, dass von der anfänglichen Hilfsbereitschaft und dem Wunsch Leben zu retten bei der pharmazeutischen Industrie nichts mehr vorhanden ist. Ging es bei Pocken und Tetanus noch um Ethik und den Willen zur Hilfe, so ist Pharmazie heute nichts anderes als ein knallhartes Geschäft mit hunderten Milliarden Umsatz jährlich. Eine minimal letale Pandemie stellt das beste Geschäftsmodel des angefangen Jahrhunderts dar. Wissenschaftler wie der Chef von BioNTech, Ugur Sahin, die noch nie zuvor ein Medikament oder gar eine Impfung entwickelt haben, werden quasi über Nacht zu Multimilliardären und gefeierten Helden. Das sie diese Innovation und den damit verbundenen Ruhm mit dem Leid von abertausenden Rhesusaffen erkauft haben die sie vergiftet und wie Müll dann entsorgt haben, schein nicht weiter dabei zu stören.

Ich will die Schulmedizin nicht pauschal verteufeln, aber in den meisten Fällen kommen wir sehr gut ohne sie aus, doch da wo sie einen wirklichen Nutzen hat, hat sie auch ihre Berechtigung.

Um nochmal auf den Waldbrand zurück zu kommen. Ein großer Punkt für die Impfwilligen ist es das "alte" Leben wieder zurückzuerlangen. Sie wollen ausgehen, tanzen, Musik hören oder sich nur die Haare schneiden lassen. Alles Dinge, die man gut verstehen kann und die sicher nicht verwerflich sind. Doch auch hier gilt ganz klar, dass der Preis, mit dem sie ihre Freiheiten erkaufen wollen. von den zu tode gebrachten Tieren bezahlt werden soll und nicht in dem sie diese ganzen sinnlosen Beschränkungen der Staaten einfach ignorieren, bzw. dagegen auf die Straße gehen und für ihre Rechte kämpfen.

Die Menschen leben in einer von außen induzierten Angst und wollen Hilfe. Doch hat auch der Letzte mittlerweile begriffen, dass das Sterberisiko im Zusammengang mit Covid 19 ganz eng an das Lebensalter gekoppelt ist und so frage ich mich wie ein Mensch Anfang 20 so ein Video machen kann. Sein Erkrankungs- oder gar Sterberisiko ist nahe null und doch treibt ihn eine Angst dazu sein Leben über das von all den Versuchstieren zu stellen und über ihre gequälten und verstümmelten Kadaver zu steigen. Für mich ist das in höchstem Maße opportunistisch, dekadent und zu tiefts ablehnenswert. 

Und wir müssen noch einen weiteren Punkt betrachten und nämlich die Ernährung. Die Gefahr schwer an einer ansteckenden Krankheit zu erkranken oder gar zu sterben wächst proportional zum Grand der ungesunden Ernährung. Wer sich gesund, also vegan ernährt, stärkt seine Abwehrkräfte und ertüchtigt seinen Körper mit Viren und Bakterien fertig zu werden. Es ist eine Binsenweisheit, dass es immer der eigene Körper ist, der die Heilung betreibt. Der Arzt und etwaige Medikament können das im besten Falle begünstigen, aber gesund werden wir immer von selbst. Sehr ähnlich verhält es sich mit Krebs. Krebs kann in einem veganen, einem basischen Körper nicht wachsen, da das Milieu einfach nicht stimmt. 

Abschließend möchte ich sagen, dass die Diskussion um einen vegan verträglichen Impfstoff gegen Covid 19 eine zutiefst bigotte Diskussion ist. Aus irrationaler Angst und Schön-Wetter-Reden kann und darf man keine Berechtigung ableiten Tierquäler und Mörder zu legitimieren, sei das Heilsversprechen auch noch so groß. Und das beutet für mich, dass ich mich auf gar keinen Fall impfen lassen werde, denn ich bin zutiefst davon überzeugt, dass mein Leben nicht mehr wert ist als das eines Rhesusaffen.

 

Um zu verstehen zu können, wie ich Veganismus definiere, empfehle ich Dir meinen Artikel Veganismus - Versuch einer Definition.

 

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Bild: TU Tübingen

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Gelesen 4366 mal Letzte Änderung am Freitag, 05 Februar 2021 16:43
Torsten Leonhardt

Torsten Leonhardt ist gelernter klassischer Koch mit 25 Jahren Berufserfahrung. Seit 2013 lebt er vegan und ca. acht Jahre davor vegetarisch. Er war lange Jahre in leitenden Positionen in verschiedenen Küchen beschäftigt und war mit dem Stephanskeller in Konstanz und dem Konstanzer Yachtclub selbstständig. Nachdem er seinen Lehrberuf aus Gewissensgründen nicht mehr ausüben konnte arbeitete er mehrere Jahre als demeter Gemüsebauer mit dem Schwerpunkt Direktvermarktung. Ende 2019 zog er mit seiner Frau nach Teneriffa um sich dort den Traum von einem eigenen Bio-Laden zu erfüllen, der allerdings durch die Corona-Krise ein jähes Ende fand.

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